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M4 Mobility on Demand - Modellprojekt in der Stadt Neustadt an der Weinstraße

Kurzbeschreibung

Bei Mobility-on-Demand geht es um die Zukunft der Mobilität. Statt des eigenen Autos, kann mittels App ein autonomes Fahrzeug angefordert werden, dass dann zum gewünschten Zielort fährt. Quasi ein Taxi ohne Fahrer und elektrisch. Aufgrund der Wartungsfreiheit und der eingesparten Personalkosten ist die Nutzung eines solchen Dienstes sehr günstig. In Neustadt an der Weinstraße soll so ein Konzept erprobt und erforscht werden.

Vollständige Maßnahmenbeschreibung:


Aktueller Stand


Juli 2019

Mobility-on-Demand

Wo steht das Projekt gerade?

Derzeit befindet sich Mobility-on-Demand noch in einer frühen Versuchsphase. Mit einem ausgewählten und begrenzten Nutzerkreis von ca. 25 Personen führt die MoD Holding GmbH derzeit einen kostenlosen Testbetrieb im organisatorischen Rahmen des Forschungsprojektes Hambach Shuttle durch. Es sind zwei Fahrzeuge im Einsatz, ein Tesla Model X und ein Tesla Model 3.

Das Ziel des Testbetriebes ist nach Auskunft des Unternehmens die kontinuierliche Verbesserung des Flottenmanagementsystems, der Fahrer- und Kunden Apps, sowie der internen Abläufe und Prozesse. Das Flottenmanagementsystem wird später auch im Projektbetrieb der Hambach Shuttles verwendet werden. Software und Apps sollen schrittweise erweitert werden, um schließlich die volle Funktionalität (Pooling, pre-booking) und höchste Effizienz im Algorithmus zu gewährleisten.

Wie geht es weiter?

An den technischen Test schließt sich ein Akzeptanztest an, der von der TU Kaiserslautern (Institut für Mobilität und Verkehr) durchgeführt wird. Dieser Akzeptanztest dauert circa 3 Monate und wird ausschließlich mit Bewohner*innen des Stadtteils Hambach sowie dem oben genannten geschlossenen Nutzerkreis durchgeführt. Der Akzeptanztest hat zum Ziel, die Nutzungsmotive und -routinen sowie die Akzeptanz dieser neuen Mobilitätsoption zu analysieren.

Nach Abschluss des technologischen Tests und der wissenschaftlichen Akzeptanzforschung erfolgt eine Ergebnisevaluation, auf deren Basis für die MoD Holding GmbH die Möglichkeit besteht, den Betrieb im Rahmen der sogenannten „Experimentierklausel“ des Personenbeförderungsgesetzes auf ‚kleiner Flamme‘ fortzuführen, um weitere Erfahrungen mit dieser neuen Mobilitätsoption zu sammeln.


Juli 2019

Hambach-Shuttle

Wo steht das Projekt gerade?

Die MoD Holding GmbH wartet derzeit noch auf die Auslieferung des ersten Shuttle-Busses, die sich herstellerseitig leider etwas verzögert hat. In der Zwischenzeit arbeitet das Unternehmen daran, die Betriebserlaubnis des TÜV zu erhalten und hat Anfang Juli dazu einen ersten Workshop mit dem TÜV durchgeführt. Auf der Basis des Workshops bestimmt der TÜV für jedes einzelne Shuttle-Fahrzeug unter welchen Auflagen damit im Rahmen des Forschungsprojektes zum Hambacher Schloss gefahren werden kann. Der Projektpartner der MoD Holding GmbH, die TU Kaiserslautern, leistet hierzu einen wichtigen Beitrag: Die Forscher haben bereits einige der geplanten Testabschnitte vermessen, Schleppkurven berechnet und analysiert, welche verkehrlichen Maßnahmen für die Shuttle-Busse notwendig wären (zum Beispiel Hinweisschilder für andere Verkehrsteilnehmer, programmierte Stopps an unübersichtlichen Einmündungen, etc.). All diese Vorarbeiten sind notwendig, um gemeinsam mit den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung den Ablauf der Testfahrten im Detail zu planen.

Wie geht es weiter?

Sobald der Lieferzeitpunkt für das erste Shuttle-Fahrzeug bekannt ist, werden Informationsveranstaltungen und Events rund um das Projekt und das Fahrzeug durchgeführt. Das Unternehmen wird, unterstützt durch die TU Kaiserslautern, ausführlich über die geplanten Testabschnitte, die Dauer der jeweiligen Testfahrten und die nächsten Schritte hinauf zum Schloss, informieren. Aber auch das „Erlebbarmachen“ des ersten Shuttle-Busses ist wichtig. Es wird daher ein eigenes Event geben, in dessen Rahmen alle Interessierten herzlich eingeladen sind den Shuttle-Bus in Augenschein zu nehmen und – wahrscheinlich noch auf einem privaten Parkplatz – eine ‚Runde zu drehen‘.

Das Projekt „Hambach Shuttle“ wird vom BMVI im Rahmen des Förderprogramms „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit 2,08 Mio. Euro unterstützt.