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K1 Energetische Optimierung der kommunalen Liegenschaften

Kurzbeschreibung

Ziel dieser Maßnahme ist es, ein umfangreiches Energiemonitoring über sämtliche kommunalen Liegenschaften zu erstellen. Hierdurch wird eine fundierte Auswahl derjenigen Gebäude möglich, die den höchsten Energieverbrauch aufweisen. Darüber hinaus sollen einfach durchzuführende Effizienzmaßnahmen sobald wie möglich umgesetzt werden (beispielsweise LED-Beleuchtung), um dem Kostendruck im Energiebereich entgegenzuwirken.

Vollständige Maßnahmenbeschreibung:


Aktueller Stand


Oktober 2019

Umweltministerin Ulrike Höfken zeichnet Kommunen für Klimaschutzaktivitäten aus

Am 28.10.2019 zeichnete die Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken während der Abschlussveranstaltung „100 Energieeffizienz-Kommunen Rheinland-Pfalz“ in Bodenheim, 20 Kommunen für ihr vorbildliches Engagement im Klimaschutz aus. Das Projekt mit dem Leitbild den Klimaschutz in Gemeinden voranzutreiben, wurde von der Energieagentur Rheinland-Pfalz begleitet. Insgesamt haben sich 100 Kommunen daran beteiligt.

Ziel dieses Projekts war es, Kommunen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeffizienz, wie zum Beispiel in Schulen, Kindergärten oder Verwaltungsgebäuden, zu unterstützen. Der Fokus lag somit auf dem Bereich der öffentlichen Liegenschaften. Denn allein durch kommunales Energiemanagement lässt sich erfahrungsgemäß bis zu 15 % an Energie und somit auch CO2 einsparen. Zudem wird die Haushaltskasse der Kommune entlastet und gleichzeitig das Klima geschützt.

Etablierung von Energie- und Klimaschutzmanagementprozessen in Netzwerken

Die Energieagentur Rheinland-Pfalz betreute von 2017 bis 2019 innerhalb dieses Projektes rund 50 Kommunen in vier regionalen Netzwerken: in der Metropolregion Rhein-Neckar (darunter auch Neustadt an der Weinstraße), in der Region Rheinhessen-Nahe, im Westerwald sowie in der Nationalparkregion.

Jedem Netzwerk stand eine durch die Deutsche Energie-Agentur (dena) zertifizierte „Energieeffiziente Kommune“ als Patin zur Seite. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Netzwerke etablierten in ihren Kommunen einen Energie- und Klimaschutzmanagementprozess. Dabei werden die eigenen Energieverbräuche systematisch erfasst und kontrolliert. Die gewonnenen Daten sind die Basis, um Einsparmöglichkeiten und Ineffizienzen zu erkennen, zu priorisieren und anschließend beheben zu können. In den Netzwerktreffen tauschten die kommunalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Erfahrungen aus.

Ergebnisse des Netzwerks

Bei der Abschlussveranstaltung im Juni 2019 in Grünstadt präsentierten bereits mehrere Kommunen ihre fertigen Energieberichte, die teilweise auch bereits den Gemeinderäten erläutert wurden. Andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Datenaufnahme abgeschlossen und sind aktuell noch mit der Auswertung und Berichterstellung beschäftigt. Die unterschiedliche Dauer bei der Erstellung der Start-Energieberichte ist sowohl von der Anzahl der jeweiligen Liegenschaften als auch von den personellen Ressourcen abhängig.

Folgende Kommunen wurden für ihre Teilnahme ausgezeichnet: VG Birkenfeld, VG Bodenheim, VG Kirchen/Sieg, VG Landau-Land, VG Leiningerland, VG Lingenfeld, Stadt Neustadt an der Weinstraße, VG Ransbach-Baumbach, VG Rhaunen, VG Rüdesheim, VG Rülzheim, Stadt Schifferstadt, VG Thalfang, VG Wörrstadt

Das Projekt „100 Energieeffizienz-Kommunen Rheinland-Pfalz“ wurde durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und das Land Rheinland-Pfalz finanziert.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter Energieagentur Rheinland-Pfalz


Juni 2019

Energie- und Klimaschutzmanagement für Kommunen

Neustadt an der Weinstraße hat sich dazu entschieden, sich am Projekt "100 Energieeffizienz-Kommunen Rheinland-Pfalz" zu beteiligen. Das Projekt wird von der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Deutschen Energie-Agentur (dena) begleitet und dient dazu, das Energiemanagement in Kommunen zu systematisieren, um möglichst hohe Effizienz und damit Energie- und Kosteneinsparung in öffentlichen Liegenschaften zu erreichen. Innerhalb von zweieinhalb Jahren und zehn Arbeitstreffen arbeiteten 19 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen in dem Netzwerk daran, einen Start-Energiebericht als Grundlage für Maßnahmen zu erarbeiten. Als Grundlage zur Erstellung des Energieberichts dient das Excel-Arbeitstool der dena.

Am 18.06.2019 fand vorerst das letzte Netzwerk-Treffen der Metropolregion Rhein-Neckar bei der Verbandsgemeinde Leiningerland statt. Hierbei präsentierten mehrere Kommunen ihre fertigen Energieberichte, die bereits die ersten Schritte in Richtung eines strategischen Energiemanagement-Zyklus aufzeigen. Andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer der EKM-Reihe haben die Datenaufnahme bereits abgeschlossen, wie zum Beispiel die Energiedatenanalyse. Diese zeigt die Entwicklung der Verbräuche in den kommunalen Liegenschaften wie Verwaltungsgebäuden, Schulen, Kindergärten, Turnhallen etc. auf.

Ein wichtiges Kriterium für die Bewertung des Aufwands für das Energiemanagement einzelner Kommunen ist die Anzahl der eigenen Liegenschaften. Während die meisten Kommunen, die an der Schulungsreihe teilnahmen, für 30 bis 100 Gebäude zuständig sind, listet die Stadt Neustadt an der Weinstraße über 200 kommunaleigene Liegenschaften. Damit ist die Erstellung des Berichts entsprechend aufwändiger.